Optimale Positionsgröße für Prognosemarkt-Trades — basierend auf deiner Wahrscheinlichkeitsschätzung und der Marktquote. ¼ Kelly als konservativer Default.
Die Kelly-Formel berechnet die Einsatzfraktion, die deine geometrische Wachstumsrate maximiert — vorausgesetzt, deine Wahrscheinlichkeitsschätzung stimmt:
Mit p = deine geschätzte Wahrscheinlichkeit, q = 1 − p = Gegenwahrscheinlichkeit, b = decimal-Quote − 1 = Netto-Auszahlung pro Einsatzeinheit. Das Ergebnis f* ist die Fraktion deiner Bankroll, die du setzen sollst.
Voller Kelly funktioniert nur, wenn deine Schätzung exakt richtig ist. In der Praxis ist sie das nie. Eine 5pp-Überschätzung deiner Wahrscheinlichkeit führt bei vollem Kelly zu massivem Drawdown. ¼ Kelly behält ungefähr 50% der Wachstumsrate, reduziert aber die Varianz auf ein Viertel — der etablierte Trade-off für realistische Schätzungen.
Wenn der Calculator „No Bet" zeigt, ist deine geschätzte Wahrscheinlichkeit unter dem, was die Quote impliziert. Implizierte Wahrscheinlichkeit = 1 / decimal-Quote. Bei Quote 2.00 sind das 50 %. Schätzt du 45 %, hast du keine Edge — die Gegenseite hätte sie.
Die Formel ignoriert: Plattformgebühren (für die ist der EV Calculator da), Liquidität (du bekommst nicht immer den angezeigten Preis gefüllt), Korrelation zwischen Trades (ein Portfolio aus 10 stark korrelierten Trades verhält sich nicht wie 10 unabhängige), und Mindesteinsätze. Für isolierte Einzeltrades reicht Kelly — für Portfolio-Sizing brauchst du mehr.